Reiseberichte Spanienreise 2021

Radeln, Steine und ein schwarzer Wald

Irgendwie stimmen die Vorhersagen von Weatherpro nicht wirklich. Am Morgen ging es recht frisch und windig zu. Wir hatten vor, mit den Rädern mal rüber nach L`Escala zu fahren. So um die Mittagszeit wurde die Sonne dann deutlicher und wir machten uns auf den Weg.

Es ging vorbei an der Strandpromenade in L`Estartit dann zügig bergauf und irgendwann wurde aus der geteerten, sehr schmalen Straße dann ein holpriger und steiniger Weg. Phoebe saß vorausschauend und mit gespitzten Ohren im Lenkerkörbchen und federte tapfer den einen oder anderen Schlenker von mir ab.

Es ging durch Wälder und wir hörten einzig und allein das Rauschen des Windes. Ein intensiver und wundervoller Geruch von Kiefern begleitete uns die ganze Zeit. Einen nur ansatzweise ähnlichen Geruch bekommen wir daheim maximal mit Zusätzen für die Sauna hin. Nichts im Vergleich, das einfach so in der Natur zu erleben.

Im Ort L`Escala ging es vorbei an einigen Campingplätzen und letztendlich an die Strandpromenade. Obwohl dieser Ort größer ist als L`Estartit, wirkt er verlassener. Vielleicht auch gerade deshalb, denn zu dieser Jahreszeit haben nicht alle Lokale und Geschäfte auf. Da konzentriert sich das Leben in L`Estartit eben auf etwas kleinerem Raum und wirkt dadurch lebendiger. Peter ist schon soweit, dass er auf Spanisch die Rechnung bestellen kann und dem Camarero zu verstehen gibt, dass er mit Kreditkarte bezahlen wird. Und so machten wir uns nach dem Mittagessen dort dann auf den Rückweg. Wir beschlossen, einen etwas anderen Weg zu nehmen und nicht wieder den selben zurück zu fahren. Wer mich kennt weiß, dass 2x dieselbe Strecke für mich nur schwer auszuhalten ist 😉

Und so radelten wir zwar wieder durch Wälder, hatten dafür aber nach einigen Kilometern keine holprigen Steine mehr unter den Reifen, sondern feinen Dünensand. Das macht ja mal richtig Freude! Und so wurde auf so machen Etappen einfach mal geschoben. Irgendwann wurde es um uns richtig still und der Boden schlichtweg schwarz. Abgesehen vom Sandweg. Hier musste es vor einger Zeit gebrannt haben. Die Baumstämme waren glänzend schwarz und wenn man sie anfaßte war es genau so, wie die verbrannten Holzrückstände, die man am nächsten Morgen aus dem erloschenen Kamin holen konnte. Wie länge der Brand wohl her ist? In diesem Jahr haben ja weltweit viele Brände getobt. Im krassen Kontrast zum Schwarz der Baumstämme leuchtete es immer wieder sattgrün. Wie lange braucht die Natur, um sich so ein Gebiet wieder zurück zu erobern? Keine Ahnung.

Wir schobradelten dann weiter und kamen so langsam aus dem Gebiet heraus. Auf dem Rückweg fanden wir einen Supermarkt und während Peter & Phoebe draußen warteten, zog ich los und wollte ein paar Besorgungen für den Abendsalat einkaufen. Ich finde Supermärkte in anderen Ländern immer höchst interessant! Noch nie habe ich Weinfässer in einem gesehen, an denen der Wein in gewünschte Flaschen abgefüllt werden kann. In der Käsetheke lagen riesige Laiber und die vielfältigsten Sorten, Whisky in 4,5L-Flaschen, eine Menge an Schweinebeinen (Schinken) und vieles mehr. Ich mußte mich wirklich schwer zurückhalten, um hier nicht ständig ins Regal zu greifen und viel zu viel zu kaufen!

Letztendlich waren es nur knapp 30 Kilometer und 340 Höhenmeter, aber mit den kleinen Reiserädern und DER Bodenbeschaffenheit war das schon was.  Den Rest des Tages verbrachten wir entspannt lesend. 

1 Kommentar zu “Radeln, Steine und ein schwarzer Wald

  1. Da bekommt man ja richtig Lust auf Spanien. Sieht alles toll aus. Ich bin leider nicht dort, aber ich koche dann heute mal spanisch: Paella, schaun wir mal, ob es gelingt. Euch noch viel Freude

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