über Frankreich ans Nordkapp Reiseberichte

Nordkapp – unser großes Ziel wird erreicht!!!!!!!

Heute ist der große Tag! Es geht zum Nordkapp. Wir haben gelesen, dass alle Fahrzeuge über 3,5t Schneeketten aufziehen müssen und ein Holländer aus einem anderen WoMo erzählte uns, dass er ohne Schneeketten an der Sammelstelle für die Kolonnenfahrt ankam und wieder weggeschickt wurde. Also Schneeketten drauf. Der Tag zeigt sich übrigens mit tollem Wetter!

Erst mal sammeln

Dann geht es los. Zur Sammelstelle vor der Schranke. Wir sind nicht die ersten und eine ganze Reihe von PKWs stehen schon dort. Und ein ganz Verrückter aus Litauen auf einem Roller. Der fuhr die Straße rauf und runter, drehte Wheelis und wurde dabei gefilmt. Es stellte sich heraus, dass er wohl nur solche verrückten Sachen macht und die Strecke aus Litauen mit dem Roller gefahren sei. Mit einem professionellen Kamerateam, das ihn begleitet. Nix für mich! Aber wer will, der kann ja…..

Die Kolonne wird angeführt von einem Schneepflug und ein weiteres Fahrzeug fährt am Schluß hinterher. So will man sicherstellen, dass kein Mensch verloren geht. Als der Fahrer ankam und alle Leute durchzählte, musste ich doch kurz mal schlucken. So ernst nehmen die das? Bald ging es los und obwohl das Wetter traumhaft ist, mache ich mir in die Hose. Fast. Der Wind ist recht stark und so fährt man dann durch eine Schneesprühwand und hofft nur, dass der PKW vor uns nicht plötzlich wo stehen geblieben ist. Die Sichtweite liegt schätzungsweise bei 1m und wir schauen beide nur krampfhaft, ob man die Wegbegrenzungen am Rand denn wenigstens sehen kann. Immer auch ein Auge nach vorne, ob man da wieder was sehen kann. Das passiert so einige male und so werden die letzten 13 Km echt zu einer aufregenden Passage. Nach einer Weile bleibt der Schneepflugraser stehen und so langsam schließt sich die Kolonne wieder, die bei den Aktionen doch schon recht auseinander gerissen wurde. Wir blieben ein Weilchen stehen und vermuten, dass sich ein PKW wo festgefahren hatte. Als dann auch die letzten Wagen wieder aufschlossen, ging es dann weiter. Endlich kommen wir an! Wir sind also jetzt da! Unser großes Ziel ist erreicht und wir freuen uns. Es ist richtig windig und dabei ist es schon sehr wichtig, sich gut zu überlegen, wie herum wir den Frenchi parken. Kommt der Wind von hinten und wir machen dann die Fahrzeugtür auf? Das kann keiner halten. Also am besten den Wind auf die Nase bekommen. Wir steigen aus und der Wind greift schon sehr nach uns. Wir entschließen uns erst einmal das Terrain zu erkunden und Phoebe im beheizten Frenchi zu lassen.

Drin

Erst mal ein Foto mit den Koordinaten, sozusagen als Beweis, falls man uns nicht glaubt. Wir gehen ins Gebäude und schauen uns um. Klar – ein Souvenirshop! Da werde ich was kaufen, da geht nix dran vorbei! Und wir gehen ins Kino, einen Panoramafilm anschauen, der uns sehr gefällt. Der Globus draußen wird erst mal von den gerade angekommenen auf Fotos verewigt.
Nach dem Filmchen gehen wir auch zum Globus. Durch den Wind ist es bockkalt und ein Lachen fürs Foto lasst einem die Zähne erfrieren. Ich glaube, ich hörte auch schon ein Knacken in den Augäpfeln….
wir gehen wieder rein, kaufen was im Souvenirshop und gehen ins Restaurant und geniessen unseren Cappu und Waffeln. Die werden hier mit einem sehr cremigen Joghurt und Marmelade gegessen. Auch eine Variante, die schmeckt.
Peter fragt den Schneepflugmann, ob wir auch weiterhin die Ketten drauf lassen müssen. Wir hatten schon den Eindruck, dass er damit auf dem doch sehr vereisten Weg so manches mal schwamm. Ja, mach die bloß runter, war seine Antwort. Also ab zum Frenchi und runter mit den Dingern, damit wir vor Abfahrt wir noch einmal zum Globus können. Ich würde so gerne ein Foto mit uns allen 3en am Globus machen. Ich ziehe derweil Phoebe ein dickes Mäntelchen an und packe sie in die Tasche. Ich hole sie mal raus und lasse sie rumlaufen. She was not amused. Der Wind ist zu beißend für sie und so geht es für sie wieder zurück ins Warme, was ihr offensichtlich viel besser gefällt. Aber wir zwei gehen nochmal hin und stellen uns dann brav in die Reihe für den zweiten und letzten Rückfahrtkonvoi am Tag. ( Den ersten hatte man schon gecancelt, aber das erzählte mir Peter erst am Abend).

100 Kilometer Kolonne

Mit dem zweiten Hin-Konvoi sind einige Reisebusse angekommen und die waren beim Rück-Konvoi mit dabei. Und ich war sehr froh drüber, denn diese rasten die Strecke nicht so, wie wir es auf der Hinfahrt aushalten mussten. Die Busse wurden nach ganz vorne eingeteilt, also direkt hinter dem Schneepflug und durch deren langsame Fahrt, konnten wir alle ruhiger hinterher fahren. Lieben Dank dafür. Die kamen aus Honnigsvåg und die mussten auch wieder dort hin. So wurde die Kolonnenfahrt mal eben bis dort hin verlängert. Wir wollten auch in diese Richtung und so hängten wir uns an. Zurück nach Skarsvåg ging es eh nicht mehr. Wetterbedingt gesperrt. Oha!

Wir erreichen Honningsvåg und wir denken, jetzt ist das mit der Kolonne gleich zu Ende. Unser persönliches Ziel für heute ist eigentlich die Durchfahrt des Nordkapptunnels und dann wollen wir uns im Dunklen einen Parkplatz suchen und auf Polarlichter hoffen. Aber wir sind nicht die Einzigen, die weiter wollen und aufgrund des Windes kann man nicht weiter ohne Schneepflug davor. Es ging viele Kilometer weiter und wir werden kurz vor dem Erreichen des Nordkapptunnels freigelassen. Aber nur eine kurze Strecke, den vor dem Tunnel standen wir dann vor einer Schranke und mussten warten.

Und das war der pure Wahnsinn! Dagegen war die Hinfahrt zum Nordkapp noch putzig! Der Schneepflug fährt vor uns, vielmehr rast er, blinkt und leuchtet wie verrückt und meist kommt der Wind von vorn. Wenn also das Blinken und Leuchten im Schwarz verschwindet heißt es für uns, gleich werden wir auch im totalen Schneenebel verschwunden sein. Ich sitze auf dem Beifahrersitz und kralle mich fest. Meine Fitbit zeigt mir einen 123er Puls. Wir haben echt ziemlichen Schiss und der groooße Gott wird von mir mehrfach gerufen.
Er scheint uns aber auch gehört zu haben, denn nach Ewigkeiten werden wir heile und mit zwei erhobenen Daumen vom Schneepflugfahrer verabschiedet. Wir suchen uns nur noch die erstbeste Möglichkeit uns wo hinzustellen und wollen nur noch ins Bett. Polarlichter sind uns völligst wurscht mittlerweile.
Wir finden einen Platz und machen uns fertig für die Nacht. Ein Blick nach oben zeigt eine komplett geschlossene Bewölkung, also gibt es auch gar keinen Grund, die Nacht irgendwo draußen mit Warten aufs Licht zu verbringen. So beenden wir diesen schönen und auch wahnsinnigen Tag und fallen alle 3 nur noch ins Bett.

2 Kommentare zu “Nordkapp – unser großes Ziel wird erreicht!!!!!!!

  1. Günther Wolff

    Hallo Ihr Drei, Ihr habt eine super schöne Beschreibung von Euren Erlebnis Nordkap gemacht und bestimmt aufregende Stunden verbracht, ich kenn das Nordkap vom Sommer 2018 , es war sehr heiß , teilweise bis 37 Grad warm, wir hatten eine Busfahrt durch Skandinavien mit Ziel Nordkap 12 Tage die sehr schön war, ganz tolle Bilder von Euch, das ist Winter den wir uns hier gar nicht vorstellen können, dann noch viel schöne Erlebnisse und kommt gesund nach Hause und haltet durch, viele Grüße G. Wolff aus Wünschendorf bei Gera

    Liken

  2. Servus ihr drei…☺️😉😉 wie gehts euch denn mit der Pandemie… bekommt ihr was mit? Liebe Grüße von Udo aus Bad Aibling…

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: