Marrakesch entpuppt sich bei uns als Ort der ärztlichen Konsultationen. Schon recht zu Anfang unseres Aufenthaltes in Marokko ist mir beim Krallen schneiden bei Phoebe eine kleine Verhärtung an einem Ballen an einer Hinterpfote aufgefallen. Ich dachte zu dem Zeitpunkt, sie sei in etwas harziges getreten. Irgendwann ist uns dann aufgefallen, dass das Ganze wächst. Blöd.

Im Hinterland braucht man sich keine Gedanken oder gar Hoffnungen auf einen Tierarzt machen und als ich mir hier in Marrakesch mal die Wucherung anschaute, war ich doch erschrocken, wie groß die mittlerweile war. Somit war klar, dass wir hier zum Tierarzt mit ihr gehen. Zumindest mal anschauen und beurteilen lassen. Das haben wir dann gestern getan. Der Tierarzt meinte, dass sei eine gutartige Veränderung. Er riet uns jedoch davon ab, so lange zu warten mit dem Rausschneiden, bis wir in D sind. Wenn es zu stark wächst, droht ggf. die Amputation einer Kralle. Also haben wir dann doch etwas schweren Herzens zugestimmt, dass er die OP durchführt. Kann der das überhaupt? Auch mit so kleinen Hunden?

It´s our Baby!

Die Trine am Empfang sprach nur französisch und arabisch. Es ging da zu wie im Taubenschlag, denn auch ein Tierfrisör war dort mit angeschlossen. Interessant ist schon, dass auch die Marokkaner den Hund als Haustier entdeckt haben. Traurig ist, dass sie jedoch von Hundeerziehung scheinbar gar keine Ahnung haben und als einziges Mittel Zerren am Würgehalsband kennen. Das war schon schwer auszuhalten…..Und was noch dazu kommt, sie scheinen ein Faible für die plüschigen Rassen zu haben, wie Chow Chow oder gar Huskys. Wie die dieser Rasse gerecht werden wollen? Grmpf.

Der Doc ist sehr nett und spricht auch englisch. Als wir unser Mäuschen abgegeben haben ließ ich ihn wissen, dass er bloß aufpassen soll, sie ist unser Baby! Seine Antwort war prima, denn nun sei sie sein Baby und er kümmere sich gut um sie 🙂

Und so war es dann auch. Mäuschen haben wir schon im Wartebereich einmal motzen hören. Vermutlich wagte eine Katze zu miauen. Das geht mal gaaaaar nicht. Humpelnd kam sie dann auf uns zu. Einen Kragen bekamen wir mit, falls sie am Verband rumkauen will. Ab nach Hause in den Frenchi. Hier hatte sie erst mal Hunger und Durst und fand dann leicht schmollend Ruhe auf Herrchens Schoß. Den Kragen findet sie doof und den Verband übrigens auch. Ich vermute, man kann das so in etwa mit einem Baby vergleichen, dem man etwas antun muß, damit es ihm besser geht. In Ermangelung an Kommunikation kann man nur trösten, jedoch nichts erklären.

Heute früh hat sie schon 3,5-beinig ihre Geschäfte erledigt und gut gefressen. Auch das ist wohl wie bei Babys, funktioniert das, ist die halbe Miete schon drin!

Wir sind jedenfalls froh, dass das Thema bald ganz erledigt ist und unser Augenstern die kleine OP gut überstanden hat.

1 Kommentar zu “Armes Hundchen!

  1. Oh ja, gute Besserung ❤️ unser Welpe muss nach einem kleinen Eingriff unter Augen auch einen Kragen tragen und findet den so doof, dass ich den ständig abmache 😢

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