Marokko 2019 Reiseberichte

Hömma ich happ doch gesacht, datt wiad nix!

Eigentlich wollte ich noch ein paar Erlebnisse nachtragen, aber heute bot sich ein Spaß, über den ich doch direkt erzählen mag.

Mittlerweile sind wir in Merzouga am Erg Chebbi, einem sehr bekannten Sanddünen-Areal. Schon vor der Reise hörte ich von Peter häufig die Formulierung „mal im Sandkasten spielen“. Nun denn…..

Eigentlich wollten wir auf einen Campingplatz, der uns schon einige male empfohlen wurde – aber getreu dem Windkind-Prinzip, hat uns ein See (mit Wasser!!!!!!) gestern beim Vorbeifahren angelacht und hier sind wir dann auch geblieben. Wunderbar ruhig mit Flamingos und Störchen! Das hätten wir in Marokko nu echt nicht erwartet!

Musik liegt in der Luft…

Wir wollten hier wieder eine offroad-Tour machen, aber vorher Kontaktdaten vom jmd, der uns im Notfall aus dem Sand holen könnte. Also ab in den Ort und Leutchen ansprechen – und auch ein wenig einkaufen. Zum Dank wurde wieder Tee getrunken und die Herren wurden dann auch noch musikalisch…

Sicher gut, dass Fotos ohne Ton sind 🙂

Idiotenhügel aus Sand-

Oder: datt wiad nix

So ziemlich jedes Skigebiet hat einen Idiotenhügel. Also alles im Kleinformat – kleine Hügel, kleine Lifte etc. damit der willige Anfänger erste Erfahrungen machen kann – um dann mutig und etwas wissend hinaus in die große Welt ziehen zu können. Anfänglich bin ich heute noch gefahren und auf dem Weg zum Startpunkt unserer Tour kamen wir an einem Gelände an, das ich mal Idiotenhügel für Sandpistenfahrer (und die, die es werden wollen) nennen würde. Hier fuhr ich dann mal an den Rändern der Dünchen herum. Peter meinte, ich solle ruhig mal über höhere Dünen fahren. Um ein Feeling für den Sand zu bekommen. Ich murrte, dass ich schon voll das Feeling für den Sand hätte und weigerte mich, tiefer reinzufahren.

Also was passiert denn dann so klassisch in einer langjährigen Beziehung? Frau sagte „neee“ – Mann sagt „doch“. Frau sagt, das darfste ma schön selba faaan, datt wiad nix! Also Fahrerwechsel und Peter hat Allrad eingeschaltet und Gas gegeben. 30m weiter war’s dann auch schon vorbei. Wir saßen fest. Vorne nicht ganz so schlimm, aber hinter (wo wir schwerer sind) saß der Frenchi schon mit der Achse auf Sand. Also Luft aus den Reifen lassen und die Räder freischaufeln. Ich meine – auf dem Idiotenhügel-Gelände! Das heißt 3m vor und hinter uns war schon wieder optimaler Grund…..a bisserl peinlich – aber hier kennt uns ja keiner und eigentlich iss eeeeh wurscht.

Ein paar Landys fuhren an uns vorbei – allerdings im Gegensatz zur Wüste am Erg Chegaga und Foum Zguid – wo wir unsere 4 Tage Offroad-Tour machten, hat sich hier keiner für uns interessiert. Ob wir vielleicht Hilfe bräuchten. Wir buddelten also weiter und kamen zu dem Schluß, dass rückwärts raus vermutlich die beste Lösung wäre. Also Peter dann rein ins Fahrerhaus, alle Differentialsperren und Geländeuntersetzung rein – und los!

Es kam dann ein Landy vorbei mit einheimischen Guide und italienischen Gästen. Der Guide hat uns dann geholfen und noch mehr gebuddelt, während die Italiener die Show genossen. Beim zweiten Anlauf ging es dann und wir kamen frei! Yippi!!

Wie du mir, so ich dir!

Wir zuckelten dann los, hatten ja noch immer die Idee mit der Offroad-Tour. Allerdings zeigten sich schon so einige Sandfelder auf dem ersten Kilometer. Als der Sand dann tiefer wurde, hatten wir uns dann doch für den Abbruch der Tour entschieden und wendeten.

Auf dem Weg zurück sahen wir einen PKW, mitten auf der Sandpiste stehen. Auf einer Steinplatte daneben blieben wir stehen und fragten mal nach. Es war ein Schweizer, der auf seinen Tourguide wartete. Er hatte sich festgefahren mit seinem nicht 4×4 Automatikwagen. Er hatte eh schon Zweifel, aber sein Guide meinte, es würde gehen. Der Guide war jetzt gerade unterwegs um ein Seil zu holen um ihn dann rauszuziehen.

Ok. Seil etc. haben wir wohl auch. Und da kam auch schon der Guide wieder, aber irgendwie ohne Seil. Das war dann die Sternstunde meiner Männer! Peter und Frenchi zogen den PKW aus dem Sand, als hätten sie es schon zig mal gemacht. Keine Spur davon, dass ne halbe Stunde vorher wir noch bis an die Achse im Sand hingen….

Um Mißverständnissen vorzubeugen: wir haben den PKW rückwärts rausgezogen! Er hat NICHT den Frenchi gezogen 🤣

Hatte man gerade noch uns geholfen – so konnten wir dann jmd helfen – und gefreut haben die sich jedenfalls ganz gewaltig! Und weiter sind sie danach gefahren. Der Guide meinte, das wäre das schlimmste Stück gewesen.

Prinzip Hoffnung

Ok. Wenn das also das schlimmste Stück gewesen sein soll….also…..dann können wir doch nochmal schauen…..die sind nämlich eine andere Route gefahren. So unsere Gedanken und so samma dann wieder losgezuckelt.

Und yippi – bis jetzt gingˋs. Später haben wir uns ein feines Plätzchen gesucht, an dem wir unsere Nacht verbringen werden. Peter hat gerade geschaut – noch ne halbe Stund und wir gehen raus zum Sterne schauen. Ohne Licht im Umfeld sollten wir doch was sehen.

Phoebe liebt den Sand und ist wieder rumgerast wie ein Wüstenfuchs. Ich denke, die schaut sich keine Sterne mehr an, sondern bleibt weiterhin in stabiler Seitenlage auf der Couch.

In diesem Sinne!

Viele Sterne uns allen!

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