Marokko 2019 Reiseberichte

Vom Lake Iriki – zur Oase sacrée – und Naturgewalten…

Die Nacht am Lake Iriki war ruhig. Ein recht junger Typ auf einem Mopped kam vorbei und erbat sich etwas Sprit fürs Mopped. Was ein Glück für ihn, dass wir als fahrende Tankstelle so mitten im Nichts standen. Junge Männer mit einem Esel kamen vorbei und wollten Phoebe gegen den Esel tauschen….und natürlich kam auch noch eine Kamelherde vorbei…

Das Schöne so weit weg von allem ist, dass wir unsere private kleine Müllverbrennung zum morgendlichen Ritual machen können. (Wir verbrennen nur Papier).

Anfänglich war die folgende Strecke noch sehr nett und wir konnten es so richtig krachen lassen und fuhren vogelwild mit knapp über 30 km/h über die Strecke.

Die Landschaft sah zum Teil etwas mondartig aus. Irgendwo tauchte dann ein Brunnen auf und wir haben uns erst einmal den Frischwassertank gefüllt. Wie gut, dass wir filtermäßig uns so ausgestattet haben, dass wir mit dem Wasser aus dem Brunnen kein Problem haben sollten. 

Eine Kamelherde mit Treiber kam vorbei und die Wüstenschiffe wurden dann erst mal betankt. 

Entweder heute oder gestern hatten wir mitten in der Pampa zwei deutsche offroad-Trucks getroffen, die uns erzählten, dass die Strecke, die noch vor uns lag, eine Katastrophe sei……nun denn. Erst mal ging es gut.

Und dieser Teil war jetzt dran. Wieder Steinpisten mit kindskopfgroßen Steinen, z.T. Mit scharfen Kanten, die dann gerne so im oder auf dem Weg lagen, dass man kaum oder gar nicht ausweichen konnte. Im Duden wird man diesen Begriff nicht finden, aber wir sind uns einig, der Fachbegriff für dies lautet schlichtweg:

Arschloch-Steine

Das ist noch eine harmlose Variante, da nicht scharfkantig. Aber das Teil liegt fest mitten auf dem Weg und mit einer Höhe von 10 cm wird auch der für einen guten Schaukler beim Frenchi sorgen.

Erst stundenlang keine Mensch, dann Rush-hour im Qued

Queds sind trockene Flußbetten, von denen wir zig zu durchqueren hatten. Als sich ein besonders breiter vor uns auftat, hatte ich die Idee das Ganze zu filmen. Kaum war ich ausgestiegen, da knatterte es auf einmal und einige Crossmoppedfahrer kamen uns entgegen. Die ersten waren tough genug, um am Frenchi vorbeizufahren. Tja, und hintenan kommt ja gewöhnlicher Weise der schlechteste Fahrer. Und so war es auch hier. Stieg dieser doch ab und gab Peter zu verstehen, dass er mit Frenchi zur Seite fahren soll, damit er mit seinem Mopped durch kann. No comment…..

Als wir die Moppedleute überstanden haben, kam noch ein Quad und nachher sogar noch ein SUV. Alles traf sich in dem Qued. Unsere eh schon gequälten Nerven wurden nicht hübscher dadurch. 

Irgendwann kamen wir an der lˋ oasis Sacrée an, die unbewohnt aussah. Wir suchen ein schattiges Plätzchen und liefen ein paar Schritte zum lockerer werden. 

Am Abend saß Peter gerade draußen, als gut Wind aufkam. Eine graue Front kam auf uns zu mit guter Geschwindigkeit. Für einen Europäer sah es aus wie eine Regenfront, aber das konnten wir kaum glauben. Ein Sandsturm? Wie im Film die Mumie? Herzlichen Glückwunsch! Schnell alles in den Frenchi verräumen und alle Fenster und Dachluken zu. Viel Zeit blieb uns nicht und Frenchi wurde jetzt sandgestrahlt, während wir müde und staubig bei 32 Grad vakuumversiegelt dem Treiben draußen durch die schmutzigen Fenster zusahen. 

Irgendwann ließ der Zauber nach und wir konnten die Fenster wieder öffnen und etwas frische und nicht mehr ganz so sandige Luft reinlassen. Was ein Tag…..

Und der war noch nicht zu Ende. Wenn sich jmd dem Frenchi nähert, egal ob Mensch oder Tier, schlägt unsere flauschige Alarmanlage an. Immer. Gibt es ein Geräusch, das sie nicht zuordnen kann, hüpft die Maus zu uns ins Bett und gibt keinen Ton von sich. Seit dieser Nacht wissen wir, dass sie sich bei Erdbeben auch so verhält. Eine Vibration rieß uns aus dem Schlaf. Ich wollte wissen, was das war…Peter meinte schlaftrunken „ein Erdbeben“ – und ich fühlte mich verschaukelt. Glaube ich nicht und schnappte mir die Taschenlampe um draußen nachzuschauen. Im Schlüppi und Hemdchen. Wenn ich damit keinen bösen Mann vertreiben kann, dann weiß ich´ s nicht!

Hat gewirkt – kein Mensch war da. Phoebe kam wieder in ihr Bettchen und wir in unseres und schliefen unbehelligt weiter bis zum Morgen.

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