Marokko 2019 Reiseberichte

Offroad zum Lake Iriki

Ich schreibe diesen Beitrag rückblickend, da wir jetzt wieder onroad sind. Und darüber auch froh sind. Ich erzähle mal…….

Am ersten Tag (08.04.2019) ging es ja zum Fuße der Kathedrale, was ein paar phänomenale Ausblicke bot. Was ich an dem Tag noch verdrängen konnte waren die knapp 10 Kilometer Wellblechpiste meets Holpersteinpiste. Dass man hier mal gerade mit Geschwindigkeiten zwischen 5 und 8 km/h unterwegs war….das war sicher nur der Anfang und dann geht es gaaaaanz toll weiter. So dachten wir…

So gaaaanz alleine wo zu stehen ist schon speziell. Also gar niemand weit und breit. Es ist zwar genau das, was wir mögen, auf der anderen Seite hat man ja auch gerne mal ein wenig Urangst vor dem Unbekannten in einer stockfinsternen Nacht.

Hier hatten wir noch etwas Internet und hatten unserer Familie mal unsere GPS-Koordinaten gesendet. Man weiß ja nie. Besonders geliebt fühlt man sich, wenn man als Antwort bekommt, dass die Wahrscheinlichkeit von einem Meteoriten getroffen zu werden viel höher ist, als vom bösen Mann gefressen zu werden. Erfreulicher Weise erlebten wir beides nicht. Aber ein wenig „Naturgewalterfahrungen“ werden wir noch machen.

Lake Iriki oder gemäß der französischen Übermacht: Lac Iriki

Dieser war unser nächstes Ziel. Leider erwies sich auch der nächste Streckenabschnitt nicht als angenehm. Wir haben Tracks von zwei anderen Reisenden und sehen auch deren Geschwindigkeit. Und die waren in beiden Fällen deutlich höher als unsere. Auf Wellblechpisten kann es eine Herangehensweise sein, das Tempo so weit zu erhöhen, dass man nur noch von Wellenberg zu Wellenberg fliegt. Dann ist zwar Ruhe „im Schiff“, jedoch geht auch gewaltig Bodenhaftung verloren. Wir reden hier schließlich von Geschwindigkeiten größer 50kmh. Starkes Bremsen oder stärkere Lenkbewegungen werden dann nicht umgesetzt und was das bedeutet… aber an solche Geschwindigkeiten ist hier aufgrund der Steine und Schlaglöcher nicht zu denken.

In Anlehnung an die anderen Tracks möchte Peter unsere Geschwindigkeit erhöhen. Heute bin ich eigentlich dran mit Fahren. Ich versuche es ein Stück mit der höheren Geschwindigkeit, aber es ist für mich eine Tortour. Mit tut der Frenchi leid. Es klappert und quietscht und die Schläge durch die dicken Steine etc. wirken sehr stark. Wir machen Mittagspause und tauschen danach. Ich werde stumm. Wenn ich an einer meiner Grenzen bin, werde ich stumm. Kein Geplapper mehr. Peter fährt. Ich leide. Endlich wird es irgendwann besser. Hin und wieder ist der Boden sandig. Uns begegnen geführte Offroad-Reisen im PKW mit Fahrern, Gäste gequetscht hinten im Fahrzeug. Man grüßt sich und per Handzeichen wird immer abgeklärt, ob es uns gut geht. Das Miteinander ist hier in der Wüste wichtig. Schließlich ist im Falle eines Falles nicht so einfach Hilfe geholt.

Knapp vor dem Lake Iriki finden wir unseren Nachtplatz, welcher sehr schön ist und an einer Düne liegt. Phoebe erträgt das Ganze mit Bravour. Hat sie sicher auch den besten Platz von uns dreien. Wir sitzen sozusagen am Rand, sie liegt mit ihrem weichen Bettchen schön in der Mitte und macht das links-rechts-Geschaukel am wenigsten mit. Dazu kommt, dass sie auch etwas tiefer liegt als wir. Unsere Köpfe befinden sich halt schon sicher auf 2,50m Höhe. Und sie hat dann für den wärmeren Teil des Tages auch eine kühlende Gelmatte fürs Bettchen. Phoebe hat offensichtlich all-inclusive gebucht….

Hier ist es traumhaft. Wir stellen die Stühle raus, es sind ein paar Dosen kaltes Bier notwendig (ich spreche auch wieder), Phoebe rast glücklich durch den Sand und wir klappen irgendwann die Rücklehnen zurück und schauen in die Sterne……..diese Ruhe….unfassbar……

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