Abholung Frenchi Reiseberichte

Frenchi kommt heim

Ob der Name Frenchi bleibt, wird sich zeigen. Ich bin ja ein Fan des Namens Ushuaia, aber Peter stellt sich da ein wenig quer. Warum nur? Wurde der Name doch Weihnachten bei der Familie sehr gut angenommen und kurzerhand zu Uschi ….. 

Nun denn. Unsere erste Reise mit unserem großen, starken Freund war die Abholung von den Erstbesitzern nahe Bordeaux. Hier starteten wir Ende November 2018 und reisten mit einer kleinen Schleife über den TÜV in Pirmasens und einem Besuch bei Ormocar heim in den Süden von München. 

Dies war unsere Route:
Le Teich – Léoville – Limoges – Razés – Orléons – Angerville – Paris – Chaudefontaine – Pirmasens – Sulzemoos – Heim

Reiseroute

1. Nacht in Le Teich

Für die erste Nacht fuhren wir nicht weit. In le Teich, nah an einem kleinen Binnenhafen, „schlugen“ wir unser Lager auf. Und das bedeuted beim Frenchi nur: Aussuchen eines schönen, recht ebenen Stellplatzes, ggf. etwas ausleveln durch Luftzufuhr oder Ablassen der Luftfedern hinten, Betriebsbremse feststellen – und fertig.

2. Nacht in Léoville

Heute hieß erst mal Einkaufen. Aus früheren Urlauben mit lieben Freunden in Frankreich haben wir den LeClerc kennen und lieben gelernt. Vor allem, weil es hier auch groooooße Parkplätze gibt, die auch für uns LKW-Fahranfänger geeignet sind. Danach sind wir nach Léoville gefahren. Peter wollte unbedingt das autark mit diesem Fahrzeug nutzen. Und so standen wir wahrlich sehr allein bei Leoville. Somit haben wir auch sehr ruhig und beschaulich geschlafen
Übrigens: Als LKW-Fahranfänger ist man auf dem Fahrer-UND Beifahrersitz angespannt. Das hat zur Folge, dass wir beide schon abends um 20:00 Uhr fertig für die Heia sind…… 

3. Nacht Razés mit „Tagesankerplatz“ Limoges

So langsam wird´s mit dem Fahren. Frankreich bietet ja immer wieder kleine und schnuckelige Straßen und somit lernen wir die Ausmaße vom Frenchi immer mehr kennen. So wagten wir uns dann auch nach Limoges rein, auf einen großen Parkplatz, der jedoch mit einer schmalen Einfahrt wieder mal eine kleine Herausforderung darstellte. Pah! Aber nicht mehr für uns! 

4. Nacht in Angerville und Tagesausflug nach Orléans

Peter ist ja nicht so der Stadt-Typ, jedoch möchte ich unbedingt auch mal die eine oder andere Stadt sehen und nicht nur kalte, nasse und einsame Stellplätze für autarke Wohnmobile. Und somit habe ich ihm einen Ausflug nach Orléans abgerungen (und morgen Paris hihihi).
Wie er dann selber zugeben musste, hat ihm Orléans auch sehr gut gefallen.
Übrigens: Frenchi läuft ganz brav und macht uns viel Freude. Wir fühlen uns wohl im Fahrzeug und auch in der Kabine. Schlafen können wir schon direkt seit der ersten Nacht sehr, sehr gut. Und das soll schon was heißen!

5.+6. Nacht in Paris

Mit München haben wir schon eine sehr schöne Stadt vor der Haustür. Wien war für mich auch immer eine Reise wert. Aber Paris ist der Hammer! So eine schöne Stadt!!!! Und wir hatten so ein Glück mit dem Wetter. Am ersten Tag war es noch etwas bewölkt, aber am Freitag, als wir den ganzen Tag nur für Paris eingeplant hatten, strahlte ein blauer Himmel. OK – es war frisch, aber total machbar! Einfach richtig, richtig schön!
Hier möchte ich auch gerne noch einmal hin – am besten, wenn es nicht zapfig kalt ist!
Wir waren den ganzen Tag unterwegs. Irgendwann einfach mit einem Touristen-Bus oben auf dem zugigen Deck. Aber schön eingemummelt war alles machbar. Am Ende des Tages waren meine beiden Herzblättchen allerdings schlichtweg alle….

7. Nacht in Chaudefontaine – oder wie der MAN-Mobile24 Service einen mitten im nirgendwo alleine lässt….

Am Samstag ging es dann weiter mit dem Ziel Chaudefontaine. Das ist einfach ziemlich im nirgendwo, das Wetter hat uns auch gut verlassen und mit Dauerregen beglückt. Morgen – also Sonntag – soll es dann von dort auch nach Pirmasens gehen, denn hier haben wir am Montagmorgen um 8:00 Uhr einen Termin für den TÜV. Mit gut 25L auf 100KM ist unser Frenchi auch recht durstig, und wir haben eine günstige Tankstelle gefunden, an der wir dann mal beide Tanks gut voll gemacht haben.

Und am Sonntagmorgen wollten wir dann im Dauerregen starten. Und wurden statt dessen mit einer Fehlermeldung beglückt. Das war schon ein kleiner Stimmungskiller, jedoch war Peter noch recht positiv gestimmt und rief bei dem sagenhaften tollen MAN-Mobile-Service an.
Und dann änderte sich die Laune schlagartig!

MAN mobile: ja, das Kennzeichen kennen wir. Ah – sie haben das Fahrzeug gekauft. Wer ist denn ihre Vertragswerkstatt?
Peter: Wir haben noch keine. Sind gerade auf dem Weg nach Deutschland.
MAN mobile: Dann können wir Ihnen niemanden schicken.
Peter: warum nicht?
MAN mobile: Wenn sie keine Vertragswerkstatt haben, ist die Deckung der entstehenden Kosten nicht sichergestellt.
Peter: Kreditkarte?
MAN mobile: Akzeptieren wir nicht.
Peter (schon leicht angefressen): Ok. Kann ich zwar nicht nachvollziehen…..Dann nennen Sie uns doch bitte die Werkstatt, die Sie informieren würden. Wir könnten das ggf. Mit denen direkt ausmachen. Mit dem Taxi hinfahren oder ähnliches.
MAN mobile: Die ist 70km entfernt. Die werden Sie jetzt am Sonntag eh nicht erreichen.
Peter (schon nicht mehr nur leicht angefressen): Aha. Und wie würden Sie die erreichen?!
MAN mobile: Wir haben eine gesonderte Telefonnummer. Die darf ich Ihnen aber nicht sagen.
Peter (jetzt vollends sauer): ok. Verstehe ich Sie richtig?:
– Sie akzeptieren keine Kreditkarte
– Wir sind auch sonst nicht kreditwürdig für Sie, aufgrund der fehlenden Vertragswerkstatt
– Sie verraten mir keine Telefonnummer, so daß ich heute wen erreichen könnte
– also faktisch mal zusammengefasst: Sie nehmen zur Kenntnis, dass wir mitten im nirgendwo stehen und bieten uns absolut gar keine Hilfe an?MAN mobile: Korrekt. Wir wünschen Ihnen noch eine gute Fahrt.
sorrry – aber: Arschgeigen.
Peter gibt noch nicht auf. Ruft den ADAC an. Welches Fahrzeug haben Sie? MAN? Model 13.290? Kann ich nicht in meine Suchmaske eingeben. Irgendwie hat er das schon befürchtet.
In der Zwischenzeit habe ich den Fehlercode im Internet recherchiert und somit schon eine Ahnung, dass es irgendwas mit dem Druck in der Kraftstoffleitung zu tun hat. Außerdem habe ich über Facebook dann mal einen Hilferuf in die Crowd geschickt: Und siehe da, nach kurzer Zeit hatten wiur einen ehemaligen Entwickler von MAN am Telefon. Der gab uns ein paar Tipps und auch den Hinweis, mal den Carl Maurer anzurufen von der Firma Toni Maurer. Ob der uns eventuell weiterhelfen kann. In der Tat haben wir am Sonntag mit ihm sprechen können. Das nenne ich mal hilfsbereit!
Letztendlich haben wir jedoch das Problem selber lösen können. Wir haben zwei Kraftstofftanks und können per Hebel wählen, aus welchem gerade der Sprit gezogen wird. Peter hatte ich noch vor Fahrtantritt den Hebel auf „beide“ gestellt. So dachte er zumindest. Lange Rede, kurzer Sinn: Man stelle den Hebel auf einen Tank – und Problem beseitigt. So konnten wir dann nach gut 2,5h Nervenaufreiben unsere Fahrt antreten.
Vielen Dank an Florian! 🙂

8. Nacht in Pirmasens zum TÜV und ORMOCAR

Nach der Aufregung am Morgen sind wir dann durch den Regen weiter nach Pirmasens. Abends musste eine Flasche Wein herhalten. Nach deeem Tag! Am Montagmorgen ging es dann zum TÜV. Allles ok, alles kein Problem. Dann weiter nach Ormocar um einige Dinge zu besprechen, die wir im nächsten Jahr am Truck machen lassen wollen.
Phoebe findet den ganzen Regen sehr doof und kuschelt lieber auf der Decke.

9. und letzte Nacht in Sulzemoos

Nach dem Termin bei Ormocar ging es dann weiter bis zum Freitstaat nach Sulzemoos. Zum einen können wir dort Schwarz&Grauwassertank leeren und haben noch ein paar Sachen im Shop eingekauft.
Danach ging es die nur noch rund 80KM nach Hause.
Endlich ist unser neuer, französischer Freund in seinem Heimathafen!

3 Kommentare zu “Frenchi kommt heim

  1. Ich finde eure Seite total cool.und werde eure Reisen weiter verfolgen.
    Gruss Fredy

    Gefällt 1 Person

  2. Hallo Fredy, das ist ja prima! Wir hoffen ganz arg, nächsten Sonntag oder wenige Tage danach loszukommen! Liebe Grüße

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  3. Ich finde die idee grossartig… werde weiter bei euch sein… 😏😊

    Gefällt 1 Person

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